
Ab 2026 wird das Finanzamt Steuererklärungen genauer prüfen, insbesondere bei der Homeoffice-Pauschale und der Entfernungspauschale. Die Homeoffice-Pauschale bleibt zwar bestehen, wird aber strenger kontrolliert, insbesondere das Überwiegen-Kriterium. Die Entfernungspauschale steigt auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer, was die steuerliche Abwägung zwischen Büro- und Homeoffice-Tagen beeinflusst. Eine sorgfältige Dokumentation wird wichtiger denn je.
Viele Menschen beschäftigen sich gerade mit ihrer Steuererklärung für das Jahr 2025 oder planen dies in den kommenden Wochen und Monaten. Auf den ersten Blick scheint sich steuerlich nicht viel geändert zu haben – ein paar Zahlen eintragen, ein paar Häkchen setzen, fertig. Doch genau hier liegt der Haken: Ab 2026 schaut das Finanzamt bei bestimmten Punkten deutlich genauer hin als bisher. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Punkte das sind und worauf Sie bei Ihrer Steuererklärung besonders achten sollten, um unnötige Rückfragen oder Kürzungen zu vermeiden.
Simon erklärt, dass sich die Praxis bei der Steuerprüfung ab 2026 verändert hat. Es betrifft viele Steuerzahler, insbesondere diejenigen, die im Homeoffice arbeiten oder zwischen Büro und Homeoffice wechseln. Die Finanzämter prüfen nun genauer, warum und wie bestimmte Pauschalen angesetzt werden.
Die Homeoffice-Pauschale gibt es weiterhin unverändert: 6 Euro pro Tag, maximal 1260 Euro im Jahr. Allerdings hat sich die Handhabung geändert. Die Zeit, in der Homeoffice-Tage unkompliziert und meist ohne Prüfung anerkannt wurden, ist vorbei.
Die Pauschale wird nur gewährt, wenn an dem betreffenden Tag überwiegend von zu Hause gearbeitet wurde – das heißt mehr als die Hälfte des Arbeitstages. Für Arbeitnehmer, die flexibel zwischen Büro und Homeoffice wechseln, wird dies besonders wichtig. Eine grobe Schätzung reicht nicht mehr aus. Das Finanzamt kann Nachweise verlangen, wann und wie gearbeitet wurde.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine neue Entfernungspauschale von 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Die bisherige Staffelung mit 30 Cent für die ersten 20 Kilometer entfällt.
Pro Arbeitstag kann nur eine Variante angesetzt werden: entweder die Homeoffice-Pauschale oder die Pendlerpauschale. Durch die Erhöhung auf 38 Cent pro Kilometer lohnt sich der Bürotag für viele Arbeitnehmer steuerlich mehr als zuvor, vor allem bei kurzen und mittleren Arbeitswegen.
Wer flexibel zwischen Büro und Homeoffice wählen kann, sollte Anfang 2026 bewusst nachrechnen, welche Variante günstiger ist. Die Homeoffice-Pauschale bleibt bei 6 Euro pro Tag, während die Pendlerpauschale durch die Erhöhung attraktiver wird.
Die Dokumentation wird ab 2026 immer wichtiger. Die Zeiten, in denen Homeoffice-Tage pauschal akzeptiert wurden, sind vorbei. Das Finanzamt prüft nun verstärkt auf Plausibilität und vergleicht Homeoffice-Tage, Arbeitswege und Arbeitsplatzsituation miteinander.
Wer sauber dokumentiert, wann und wie lange er wo gearbeitet hat, und seine Angaben nachvollziehbar macht, hat keine Probleme zu erwarten. Wer jedoch keine plausiblen Nachweise erbringen kann, riskiert Kürzungen oder Rückfragen.
Auch beim häuslichen Arbeitszimmer gilt weiterhin Vorsicht. Ein Arbeitszimmer kann nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit tatsächlich zu Hause liegt.
Wenn ein Arbeitsplatz beim Arbeitgeber vorhanden ist, wird der häusliche Arbeitsplatz nicht als Mittelpunkt anerkannt. In diesem Fall bleibt nur die Homeoffice-Pauschale als steuerlicher Abzug möglich, die ebenfalls sauber nachgewiesen werden muss.
Obwohl sich gesetzlich nicht viel geändert hat, fühlt sich die Steuererklärung 2026 für viele strenger an, da das Finanzamt genauer prüft. Besonders bei der Homeoffice-Pauschale und der Entfernungspauschale ist Vorsicht geboten. Eine sorgfältige Dokumentation und bewusste Wahl zwischen Homeoffice- und Bürotag sind entscheidend, um Stress, Rückfragen und Kürzungen zu vermeiden.
Wer diese Änderungen kennt und sich darauf vorbereitet, kann seine Steuererklärung entspannt und erfolgreich erledigen.
Simon empfiehlt die Nutzung der Online-Steuererklärung von Smartsteuer, die auch ohne Vorkenntnisse einfach zu bedienen ist.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer nächsten Steuererklärung!
Paste a YouTube link and let Magica create the key takeaways.
Summarize another video