
Ein norwegischer Sicherheitsforscher hat entdeckt, dass Microsoft Edge Passwörter im Klartext im Arbeitsspeicher hält, was bei Erstellung eines Speicherabbilds die Passwörter offenlegt. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da Angreifer so leicht Zugriff auf gespeicherte Passwörter erhalten können. Andere Chromium-basierte Browser wie Chrome sind davon nicht betroffen.
Viele Nutzer speichern ihre Passwörter bequem im Passwortmanager ihres Browsers, um sich das lästige Eintippen zu ersparen. Doch was passiert, wenn der Passwortmanager selbst ein Sicherheitsrisiko darstellt? Genau das hat ein norwegischer Sicherheitsforscher namens SPET Running kürzlich bei Microsoft Edge entdeckt.
Ein Passwortmanager speichert eure Passwörter sicher und trägt sie bei Bedarf automatisch auf Webseiten ein. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Passwörter nicht dauerhaft im Klartext im Arbeitsspeicher liegen, sondern erst bei Bedarf entschlüsselt werden. So wird verhindert, dass bei einem Cyberangriff Angreifer einfach auf die gesamte Passwortdatenbank zugreifen können.
SPET Running fand heraus, dass Microsoft Edge genau dieses Sicherheitsprinzip verletzt. Die Passwörter werden im Arbeitsspeicher im Klartext gehalten, was bedeutet, dass sie bei einem Speicherabbild (Memory Dump) leicht ausgelesen werden können.
Der Forscher demonstrierte das Problem mit einer einfachen Demo:
Das bedeutet, dass ein Angreifer mit Zugriff auf den Rechner und die Möglichkeit, ein Speicherabbild zu erstellen, die Passwörter auslesen kann, ohne sich authentifizieren zu müssen.
Ein weiteres Problem ist, dass Edge auch nach dem Schließen des Browserfensters als Hintergrundprozess weiterläuft. Selbst wenn man Edge schließt, bleibt der Prozess aktiv, und ein Speicherabbild davon enthält weiterhin die Passwörter im Klartext.
Edge basiert auf Chromium, der gleichen Engine, die auch Google Chrome und andere Browser nutzen. SPET Running testete das Verhalten auch bei Chrome und konnte das Problem dort nicht reproduzieren. Die Passwörter sind bei Chrome nicht im Klartext im Speicherabbild auffindbar.
Diese Sicherheitslücke zeigt, dass der Passwortmanager von Microsoft Edge nicht so sicher ist, wie man es erwarten würde. Nutzer sollten daher überlegen, ob sie weiterhin Passwörter im Edge Passwortmanager speichern wollen.
Microsoft Edge speichert Passwörter im Arbeitsspeicher im Klartext, was bei Erstellung eines Speicherabbilds die Passwörter offenlegt. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, das Nutzer kennen sollten. Andere Chromium-basierte Browser wie Chrome sind davon nicht betroffen, was einen einfachen Wechsel als kurzfristige Lösung nahelegt. Langfristig empfiehlt sich die Nutzung eines spezialisierten Passwortmanagers.
Was haltet ihr von dieser Sicherheitslücke in Microsoft Edge? Welchen Passwortmanager und Browser nutzt ihr? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne in den Kommentaren.
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